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Ehefrau erstochen – Über 10 Jahre Haft für Täter

(wS/khh) Siegen | Heute wurde vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Siegen, unter Vorsitz von Richterin Elfriede Dreisbach, das Urteil gegen den 32-jährigen Siegener Nurjigit W. verkündet, dem von Staatsanwältin Bettina Dickel vorgeworfen wurde am 24.12.2015 seine Ehefrau körperlich misshandelt und in der Nacht vom 12. auf den 13.01.2016 bei einer Auseinandersetzung mit 41 Messerstichen getötet zu haben.
Nurjigit W. wurde von Richterin Dreisbach zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 10 Jahren und zwei Wochen verurteilt.

Hintergrund:

In der Nacht zu Mittwoch, 13.Januar 2016, kam es in einem Mehrfamilienhaus in der Maccostraße in Siegen-Niederschelden zu einem tödlichen Streitgeschehen zwischen einem dort wohnhaften Ehepaar.

Nach damaligen Erkenntnissen der Polizei fügte der damals 31-jährige Ehemann im Verlauf des Streits seiner 30-jährigen Ehefrau tödliche Verletzungen zu. Anschließend rief der Ehemann selbst bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr an und meldete die Tat. Danach versuchte er erfolglos sich umzubringen. Der 31-Jährige wurde in seiner Wohnung von der Polizei vorläufig festgenommen. Die Verletzungen, die er sich selbst nach der Tat in suizidaler Absicht zugefügt hatte, waren nicht lebensgefährlich.

Die Mordkommission der Polizeipräsidiums Hagen unter Leitung von Kriminalhauptkommissar Michael Koza und Oberstaatsanwalt Hans-Werner Münker von der Staatsanwaltschaft Siegen nahmen nach Bekanntwerden des Familiendramas ihre Ermittlungen zur Rekonstruktion des genauen Tatgeschehens und zur Erforschung des möglichen Tatmotivs auf und beschlagnahmten den Tatort.

Das Ehepaar hatte zwei noch minderjährige Kinder, die vom Jugendamt in Obhut genommen wurden. Bereits im Dezember 2015 hatte es zwischen den Eheleuten ein Streitgeschehen gegeben, in dessen Verlauf dem 31-Jährigen von der Polizei eine zehntägige Wohnungsverweisung erteilt worden war.

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